Salar de Uyuni – Salzwüste mit Kakteeninsel

Unendliche Weiten
Unendliche Weiten

Nach der doch ein wenig aufregenden Radtour kamen wir gegen Abend wieder in La Paz an. Früh am Morgen ging es dann mit dem Bus weiter in  Richtung Drei-Länder-Eck (Bolivien, Chile, Argentinien). Die Busfahrt endete in dem Ort Oruro, in dem wir um die Mittagszeit kurz durch das Marktviertel schlenderten. Dann ging es am Nachmittag mit der Bahn weiter Richtung Uyuni.

Die Bahnabteile waren groß und bequem. Zunächst konnte der Zug nicht losfahren, da Ziegel auf den Gleisen lagen. Doch dann war es eine unvergessliche Fahrt vorbei an großen Seen mit vielen Flamingos. Wir fuhren und fuhren und sahen nur Landschaft – eine Hochebene (Altiplano), die an beiden Seiten durch hohe Berge begrenzt wurde.

Uyuni - buntes Haus
Uyuni – buntes Haus
uyuni
Uyuni
Uyuni
Uyuni
Uyuni
Uyuni
Uyuni
Uyuni

Nachts kamen wir in Uyuni an und hatten am nächsten Morgen ein wenig Gelegenheit, die Stadt kennen zu lernen. Zufällig war der bolivianische Präsident Evo Morales auch gerade in der Stadt. Ihm zu Ehren marschierte eine kleine Musikkapelle durch die Straßen bis zu der Kaserne, in der er wohl verweilte.

Präsident Morales überall präsent
Präsident Morales überall präsent
Uyuni - Militärparade
Uyuni – Militärparade

Für uns ging es am späten Vormittag mit dem Jeep weiter in Richtung Salzwüste. Doch zuvor machten wir den ersten Stop auf dem größten Eisenbahnfriedhof der Welt in der Nähe von Uyuni. Darüber hatte ich ja bereits im Rahmen der letzten Rostparade berichtet.

Uyuni Eisenbahnfriedhof
Uyuni Eisenbahnfriedhof

Anschließend ging es in den Salar de Uyuni, in dem uns eine einzigartige Natur erwartete. Der Salar de Uyuni  liegt auf über 3.650 Höhenmetern und ist mit seinen mehr als 12.000 Quadrat­kilometern die größte Salzpfanne der Erde. Größer als das Bundesland Hessen und an einigen Stellen weit über 100 Meter tief. Die Salzkruste des Sees soll 30 Meter dick sein. Es ist schon ein spezielles Erlebnis auf 30 Meter dickem Salz zu wandeln. Schuhe und Anziehsachen werden hier sehr schnell weiß und versalzen.

Salar de Uyuni
Salar de Uyuni
Salar de Uyuni
Salar de Uyuni
Salar de Uyuni
Salar de Uyuni
Salar de Uyuni
Salar de Uyuni
Salar de Uyuni
Salar de Uyuni
Salar de Uyuni
Salar de Uyuni
Salar de uyuni
Salar de uyuni
Salar de Uyuni
Salar de Uyuni
Salar de Uyuni
Salar de Uyuni
Salar de Uyuni
Salar de Uyuni

Wir sahen nur gleißendes Licht und riesengroße weiße Felder, in denen teilweise Salzhaufen aufgeschaufelt waren. Die Struktur der „Salzkacheln“ war zwischen 4 bis 12 eckig. Wenn es nicht so warm gewesen wäre, könnte der See auch zugefroren gewesen sein. Aus der Ferne wirkte er jedenfalls  wie eine große Eisfläche. Außer einigen Flamingo Arten sollen hier keine anderen Tiere leben. Mehr als zehn Milliarden Tonnen Salz soll der Salar de Uyuni haben, von denen im Jahr ca. 25.000 Tonnen abgebaut werden. Auch gibt es hier die weltweit größten Lithiumvorkommen. Das Lithium soll auf speziellen Wunsch von Morales ab 2018 gefördert werden. Dadurch, dass es im Salar häufig regnet, scheint die Lithiumgewinnung hier allerdings weitaus teurer als in der Atacama in Chile zu sein.

mit dem Jeep unterwegs
mit dem Jeep unterwegs
mit dem Rad unterwegs
mit dem Rad unterwegs
Unsere Fahrer
Unsere Fahrer
mit dem Jeep unterwegs
mit dem Jeep unterwegs

Uns begegneten Radfahrer, die durch die Salzwüste mit dem Rad fuhren. Das hätte ich mir nicht zugetraut, denn soweit ich das beurteilen kann, gibt es außer den Fahrspuren auf dem Salz keinerlei Anhaltspunkte für irgendwelche Richtungen. Eine Fahrt ins Unendliche. Die Radfahrer, die wir trafen, kämpften gegen Hitze und Wind und ihre Räder waren absolut eingesalzen. So eine Radtour auf dem Salz ist schon eine besondere Herausforderung.

Salar de Uyuni
Salar de Uyuni
Salar de Uyuni
Salar de Uyuni
Salar de Uyuni
Salar de Uyuni – Fotoshooting 🙂

Unser Guide erzählte uns, dass wenn es hier regnet, die gesamte Oberfläche auch mit Wasser bedeckt sein kann. Dann wäre es nur sehr schwer möglich mit Jeeps oder Lastwagen durchzukommen.

Salzkunst
Salzkunst
Salzkunst
Salzkunst
Salzkunst
Salzkunst
Salzkunst
Salzkunst
Salzkunst
Salzkunst
Salzkunst
Salzkunst

Wir besuchten eine Ort, an dem Salzkunst herstellt wurde. Große Figuren und Formen aus Salz. Bildhauerei.

Raststätte
Raststätte – Dakar Bolivia aus Salz
Raststätte
Raststätte
Raststätte
Raststätte
Raststätte
Raststätte
Raststätte
Raststätte
Raststätte
Raststätte
Raststätte
Raststätte
Raststätte aus Salz
Raststätte aus Salz

Mittags kamen wir an einer Art Raststätte aus Salz vorbei. Andere Gruppen aßen darin ihr mitgebrachtes Essen. Für uns wurde hingegen mitten in der Einsamkeit ein leckeres Essen zubereitet, dass wir unter Sonnenschirmen auf dem Salz genießen konnten.

Mittagessen im Salar
Mittagessen im Salar

Und dann fuhren wir zur Kakteeninsel  Incahuasi (Quechua für Haus des Inka), die ungefähr 80 Kilometer von Uyuni entfernt liegt. Dort gibt es sehr viele große Kakteen und auf der Anhebung eine tolle Aussicht auf die Salzwüste.  Uns wurde gesagt, dass viele dieser Kakteen weit mehr als 1.400 Jahre alt sein sollen. Die kleine Rundwanderung auf dieser Kakteenoase war für mich mehr als beeindruckend. Es soll noch eine weitere Insel, die Isla del Pescado geben. Dort kamen wir allerdings nicht vorbei.

Kakteeninsel Incahuasi
Kakteeninsel Incahuasi
Kakteeninsel Incahuasi
Kakteeninsel Incahuasi
Kakteeninsel Incahuasi
Kakteeninsel Incahuasi
Kakteeninsel Incahuasi
Kakteeninsel Incahuasi
Kakteeninsel Incahuasi
Kakteeninsel Incahuasi
Kakteeninsel Incahuasi
Kakteeninsel Incahuasi
Kakteeninsel Incahuasi
Kakteeninsel Incahuasi
Kakteeninsel Incahuasi
Kakteeninsel Incahuasi
Kakteeninsel Incahuasi
Kakteeninsel Incahuasi
Kakteeninsel Incahuasi
Kakteeninsel Incahuasi
Kakteeninsel Incahuasi
Kakteeninsel Incahuasi
Kakteeninsel Incahuasi
Kakteeninsel Incahuasi
Kakteeninsel Incahuasi
Kakteeninsel Incahuasi

Als die Sonne unterging fuhren wir immer noch weiter durch die Salzwüste. Es gab eine besondere Überraschung. Ein Glas Rotwein mitten im Salar. Rot und weiß ein toller Kontrast.

Rotwein im Salar
Rotwein im Salar
Sonnenuntergang Salar
Sonnenuntergang Salar
Sonnenuntergang Salar
Sonnenuntergang Salar
ein Glas Rotwein im Salar
ein Glas Rotwein im Salar
Stop bei Sonnenuntergang
Stop bei Sonnenuntergang

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Als es dunkel war erreichten wir sieben Kilometer westlich von dem Ort Colchani unser Hotel. Tatsächlich ein Salzhotel. Das ganze Hotel war aus Salz gebaut und wir saßen auf Salzblöcken und die Erde war mit Salz bestreut. Die Betten waren allerdings aus Holz. Das Hotel war sehr einfach. Doch das Essen und das nächste Glas Rotwein schmeckten gut.

Salzhotel
Salzhotel

Am nächsten Tag ging es weiter an riesigen Salzseen, farbigen Lagunen, Flamingos, heißen Quellen  und Geysiren vorbei. Doch davon erzähle ich demnächst.

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11 Kommentare Gib deinen ab

  1. Anna-Lena sagt:

    Sehr sehr gerne gelesen. Solche Salzseen gibt es ja an verschiedenen Stellen der Erde, aberso nah dran sind die wenigsten. Bekommt man da überhaupt richtig Luft? Die Luft an Ost- und Nordsee hat ja schon einen leichten Salzgeschmack.

    Früher war ich kein Kakteenfreund, aber als ich den Kakteengarten auf Lanzarote besucht habe, war ich doch fasziniert. Umso schöner deine „mitgebrachten“ Exemplare.

    Hab einen schönen 4. Advent, liebe Dagmar!

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    1. Dagmar sagt:

      Vielen Dank fürs Vorbeischauen Anna-Lena. Mit der Luft habe ich selber nichts Besonderes gespürt. Allerdings die Höhe und die damit verbundenen Schwere der Schritte machten sich auch auf dem Salzsee bemerkbar. Mit den Kakteen geht es mir ähnlich wie Dir. Erst mochte ich sie gar nicht. Doch umso mehr ich sie hier beim Wandern erlebe und kennen lerne, desto mehr mag ich sie…nach und nach :-). Liebe Grüße zu Dir, Dagmar

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  2. Ein toller, anschaulicher Reisebericht! Oruro, Uyuni … Ich bin schwer beeindruckt von der Salzwüste, und speziell die Kakteeninsel Incahuasi hat es mir angetan. So uralte Kakteen! Und mitten in dieser Riesensalzeinöde! Enorm!
    Dein Salzhotel ist auch etwas Besonderes. Es erinnert mich spontan an die Eishotels in Finnland, die auch so weiß daherkommen. Aber bei dir war es zum Glück nicht so eisig und das Bett auch aus Holz .. ^^
    Wunderbare Südamerika-Serie und klasse Fotos, Dagmar!

    LG Michèle

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    1. Dagmar sagt:

      Vielen lieben Dank Michéle

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  3. gsharald sagt:

    Das ist eine tolle Landschaft. Wenn man bedenkt, dass Salz ja aus den Rückständen eines Meeres entstanden sein soll, muss man sich wundern, dass es in dieser Höhe ein Meer gegeben haben soll.

    Auf dem zweiten Foto auf der Kakteeninsel habe ich ein Lama gesehen. Ist die Insel so groß, dass dort Lamas leben können oder sind sie als Lasttiere dort hingekommen?

    Ich bin wieder ganz begeistert von Deinem Bericht. Ich könnte mir gut vorstellen bei einem Bericht über Deine Reise stundenlang zuzuhören und Fragen zu stellen.

    Liebe Grüße und einen schönen 4. Advent
    Harald

    Eine kleine Anmerkung: Bei dem Bericht über die Radfahrer hast Du in er letzten Zeile wahrscheinlich Salz und Eis verwechselt.

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    1. Dagmar sagt:

      schon geändert – danke 🙂

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  4. Dagmar sagt:

    Freut mich , dass Dir der Bericht gefällt. Da muss ich wegen dem Eis doch gleich mal schauen. Habe wahrscheinlich zu viel an Eis gedacht :-). Liebe Grüße, Dagmar

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  5. Clara HH sagt:

    So eine Salzwüste scheint ja eine weitaus größere Herausforderung als eine normale Wüste zu sein, liebe Dagmar. Wenn es dort mal regnet, wie du schreibst, haben die für kurze Zeit ein Totes Meer, bis die Flüssigkeit wieder verdampft ist. – Mit dem Fahrrad zu fahren, stelle ich mir als große Herausforderung vor, nur mit Kompass möglich.
    Du hattest ja wirklich eine spannende Fahrt.
    Lieben Gruß zu dir

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    1. Dagmar sagt:

      Ja, für mich mit dem Fahrrad einfach unmöglich. Liebe Grüße, Dagmar

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  6. Lisa Graaf sagt:

    Bericht und Fotos sehr schön! Danke.

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    1. Dagmar sagt:

      Freut mich, danke

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